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Warmwasserbedarf und -verteilung in öffentlichen Objekten

Bei der flächendeckenden Transformation der Heiztechnik sind die energetischen Aufwendungen für die Bereitung von Trinkwasser warm (PWH) eine maßgebliche Größe. Wie sich diese Bedarfe in der Praxis in Hotels und Sportstätten darstellen, wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes detailliert untersucht. Dieser Beitrag befasst sich mit der Aufgabenstellung und der Messmethodik sowie deren Umsetzung. Im zweiten Teil wird über die Messergebnisse und deren Auswertung berichtet.

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1 - Trinkwasserinstallationen in Hotels, mit stark schwankenden Spitzenlasten, hygienisch und energetisch zu optimieren und neu auszulegen, setzt unbedingt exakte Bedarfsdaten voraus, da veraltete Tabellenwerte und Erfahrungswerte in aller Regel zu einer deutlichen Überdimensionierung führen. Bild: Viega
1 - Trinkwasserinstallationen in Hotels, mit stark schwankenden Spitzenlasten, hygienisch und energetisch zu optimieren und neu auszulegen, setzt unbedingt exakte Bedarfsdaten voraus, da veraltete Tabellenwerte und Erfahrungswerte in aller Regel zu einer deutlichen Überdimensionierung führen. Bild: Viega

Seit Gebäude immer dichter gedämmt werden, um den Heizenergiebedarf zu verringern, rückt der Energiebedarf für die Warmwasserbereitung in den Vordergrund. Es kommt automatisch zu einer Verschiebung der Wärmesenken, wenn der Heizenergiebedarf sinkt, der Bedarf an Warmwasser aber konstant bleibt oder – aufgrund wachsender Komfortansprüche – sogar steigt: Mittlerweile liegt der Anteil des Nutzenergiebedarfs für die PWH-Bereitung in einem Neubau gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) je nach Typ und Nutzung bei fast 40 % (Bild 2).

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M. Sc. Sven-Yannik Schuba

M. Sc. Jan Kuhlen

· Artikel im Heft ·

Warmwasserbedarf und -verteilung in öffentlichen Objekten
Seite 42 bis 45
17.06.2024
Aus der Praxis
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14.08.2023
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14.11.2023
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Die Bauverein Halle & Leuna eG arbeitet stetig an der energetischen Optimierung ihres Bestandes. In einem ihrer Gebäude in Halle, Sachsen-Anhalt, wurden zur Überwachung und Dokumentation für die...
11.09.2023
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15.08.2023
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14.08.2023
Thermisch notwendige Rohrleitungslänge vs. Stagnationsvermeidung
Zur Sicherstellung der Trinkwassergüte müssen Trinkwassertemperaturen zwischen 25 °C und 55 °C vermieden werden. Andernfalls besteht die Gefahr der Vermehrung pathogener Keime wie z. B. Legionellen...