Konjunktur Bauwirtschaft

Lieferschwierigkeiten im Baugewerbe

Lieferschwierigkeiten im Baugewerbe erschweren den Baustellenbetrieb. 

stock.adobe.com/By Jakob Kamender
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„Die Umsatzentwicklung zeigt im April das erste Mal in diesem Jahr ein positives Vorzeichen. Allerdings bleibt nach dem Wintereinbruch und den coronabedingten Bremsspuren gegenüber dem Vorjahr noch einiges aufzuholen.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, die jüngsten Daten des Statistischen Bundesamts zur aktuellen Entwicklung der Konjunktur im Bauhauptgewerbe.

Demnach erreichten die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im April einen Umsatz von 7,94 Mrd. Euro (+2,3%). Der Umsatz erreicht damit bis zum April ca. 24,4 Mrd. Euro (-5,9%). Aufträge gingen im April im Umfang von ca. 7,9 Mrd. Euro ein (+7,0%).

„Die sich fortsetzenden Probleme bei der Lieferung von Baustoffen wie Holz, Stahl und Kunststoffen stellen dabei eine große Herausforderung dar. Wir begrüßen die Maßnahmen der Bundesregierung, die Belastungen für die Bauunternehmen durch die die Verlängerung der Erleichterungen der Kurzarbeitergeldverordnung sowie des Überbrückungsgeldes III abzufedern. Auch die Anwendung von Stoffpreisgleitklauseln und die Rücknahme von Beschränkungen beim Holzeinschlag sind richtige Schritte. Wenn die Nachfrage und das Angebot bei global gehandelten Baustoffen nicht zügig wieder ins Gleichgewicht kommen, ist der Baustellenbetrieb allerdings vielfach gefährdet. Projekte sind nur noch schwer kalkulierbar“, so Pakleppa weiter.

Die Entwicklung beim Auftragseingang sieht Pakleppa in den Bausparten sehr differenziert: „Das Auftragsplus von 7 Prozent im April gegenüber dem April 2020 ist maßgeblich auf das Einknicken der Nachfrage im Vorjahr im Wohnungsbau und Wirtschaftshochbau nach den ersten Lockdown zurückzuführen. Die Nachfrage im Wohnungsbau hat sich nachfolgend wieder stabilisiert und zeigt sich auch nachhaltig. Bis zum April erreichten die Order hier ein Volumen von 7,3 Mrd. Euro (+13,4%). Im Wirtschaftshochbau sehen wir noch keine vergleichsweise dynamische Entwicklung. Die Order erreichten bis zum April 7,1 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 3,3%“, führt Pakleppa aus.

„Sorgen macht uns weiterhin die Nachfrage im Straßenbau. Hier kommen zu wenig neue Aufträge in einen breiten Wettbewerb. Die Order verfehlen das Vorjahresniveau bis April um ca. 170 Mio. Euro (-3,6%). Der Bund muss mit der die Autobahn GmbH hier weiter mittelstandsgerechte Projekte an den Markt bringen. Und die Kommunen brauchen dringend Investitionssicherheit. Das Verharren des kommunalen Investitionsstaus bei den Straßen bei über 30 Mrd. Euro macht das deutlich. Die Kommunen brauchen eine Fortschreibung des Rettungsschirmes aus 2021“, erklärte Pakleppa abschließend.

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