BMUV, VDI, DIN, DKE

Materialien und Ressourcen effizient nutzen

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN), die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE) und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) haben am Donnerstag die Normungsroadmap Circular Economy veröffentlicht.

Normungsroadmap Circular Economy - Cover. Quelle: DIN/DKE/VDI
Normungsroadmap Circular Economy - Cover. Quelle: DIN/DKE/VDI

Eine Circular Economy verspricht nachhaltigeres Wirtschaften: Materialien und natürliche Ressourcen idealerweise in Kreisläufen führen, ohne neue zu verbrauchen – ganz im Sinne des European Green Deals und des Klimaschutzgesetzes 2021. Damit das gelingt, braucht es Normen und Standards. Hier setzt die Normungsroadmap Circular Economy an.

Die Roadmap beschreibt, vor welchen Herausforderungen im Bereich der Circular Economy die Branchen stehen und welche Normen und Standards benötigt werden, um diesen zu begegnen. Erarbeitet wurde sie von mehr als 550 Experten und Expertinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft. Das Bundesumweltministerium (BMUV) hat das Projekt gefördert.

Auf Basis einer umfangreichen Normenrecherche wurde für  sieben Schwerpunktthemen, darunter Bauwerke und Kommunen, das aktuelle Umfeld der Circular-Economy-Normung analysiert, die als Grundlage für die Arbeiten in den Schwerpunktthemen diente. Mit über 200 identifizierten Normungs- und Standardisierungsbedarfen zeigt die Roadmap konkrete Potenziale auf.

Im Rahmen der Arbeiten wurden Themen identifiziert, die querschnittlich in allen Schwerpunktthemen eingebracht und diskutiert wurden. Diese fünf Querschnittsthemen Nach-
haltigkeitsbewertung, Lebensdauerverlängerung, End-of-Waste, Digitaler Produktpass (DPP) und Recyclingfähigkeit wurden in einem separaten Kapitel detaillierter und über-
greifender betrachtet.

Auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse soll es nun in die konkrete Umsetzung gehen. Koordiniert werden die Arbeiten durch den Fachbeirat Circular Economy von DIN und DKE in der Koordinierungsstelle Umweltschutz (KU). In ihm sind führende Köpfe und Experten und Expertinnen aus Wirtschaftsverbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaft und Forschungseinrichtungen sowie öffentlicher Hand vertreten.

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