Was die Flächenheizung so beliebt macht

Flächenheizungen liegen im Trend. Im Jahr 2020 stieg der Absatz gegenüber 2019 um 12 %. Damit setzt sich die positive Entwicklung gegenüber den Vorjahren fort.

Bild: Intelligent heizenBjoern Luelf
Bild: Intelligent heizenBjoern Luelf

Was macht die Flächenheizung so besonders? Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass die Flächenheizung komplett unauffällig ist: Sie verbirgt sich im Fußboden, in der Wand oder in der Decke. Darüber hinaus unterscheidet sie sich in der Art der Erwärmung. Im Übrigen kann eine Flächenheizung Räume nicht nur erwärmen, sondern auch kühlen. Weitere Informationen zu Flächenheizungen finden Sie unter: Serviceportal „Intelligent heizen“ 

Attraktive Förderkonditionen für die Flächenheizung

Der Einbau einer Flächenheizung ist im Neubau ebenso wie bei einer Sanierung eine Überlegung wert: Im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen arbeitet die Flächenheizung energiesparend mit einer niedrigen Vorlauftemperatur, sodass die CO2-Emission geringer ausfallen und Heizkosten eingespart werden können. Außerdem kann sie gut mit erneuerbaren Energieerzeugern wie der Wärmepumpe kombiniert werden. Das macht sie zu einem Fall für attraktive Förderkonditionen. Diese wurden mit der zum 1. Januar 2021 in Kraft getretenen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) noch einmal verbessert.

Heizungsoptimierung - bei bestehenden Gebäuden

Im Bestand bietet die BEG für den Einbau einer Flächenheizung im Rahmen der Heizungsoptimierung eine Förderung von 20 % der förderfähigen Ausgaben. In diesem Fall wird die gesamte Heizungsanlage überprüft und es können Maßnahmen, mit denen die Energieeffizienz gesteigert wird, umgesetzt werden – unter anderem den Einbau einer Flächenheizung. Fördermittel erhält der Hausbesitzer nur, wenn die Heizungsanlage älter als zwei Jahre ist. Außerdem muss auf jeden Fall der hydraulische Abgleich erfolgen, bei dem alle Komponenten der Heizung aufeinander abgestimmt werden; denn diese bildet das Kernstück der Heizungsoptimierung. 

Das förderfähige Mindestvolumen für die Heizungsoptimierung liegt bei 300 Euro. Pro Wohneinheit können Hauseigentümer bis zu 60.000 Euro erhalten. Wenn die Optimierung der Heizungsanlage im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) vorgenomen wird, kann von einem zusätzlichen Förderbonus von 5 % der Investitionskosten profitiert werden. Der individuelle Sanierungsfahrplan ist ein wichtiges Werkzeug in der Energieberatung, die fester Bestandteil der „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ ist.

Die Heizungsoptimierung kann als Zuschuss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Alternativ dazu kann für die Heizungsoptimierung auch den Förderkredit Wohngebäude 262 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) genutzt werden. 

Förderung je nach Effizienzhaus-Standard – bei Sanierung und im Neubau  

Um den hohen energetischen Ansprüchen an Gebäuden – festgelegt durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) – gerecht zu werden, kann der Einbau einer Flächenheizung in Kombination mit erneuerbaren Energieerzeugern, beispielsweise einer Wärmepumpe oder einem Holzpelletkessel, sinnvoll sein. Denn auf diese Weise kann das eigene Haus zum Effizienzhaus saniert werden. Die KfW hat für die Förderung (Zuschüsse und Kredite) verschiedene Effizienzhaus-Standards eingeführt, die sich danach bemessen, welche Einsparungen erzielt werden und wie hoch der Anteil erneuerbarer Energieträger ist.

Auch eine steuerliche Förderung ist möglich: Sie erlaubt es, die Kosten für den Einbau einer Flächenheizung als energetische Sanierung für einen Zeitraum von drei Jahren durch einen prozentualen Abzug von 20 Prozent bis maximal 40.000 Euro pro Objekt von der Steuerschuld abzusetzen. Voraussetzung für jede Art von Förderung ist allerdings der – ebenfalls förderfähige – hydraulische Abgleich, der von einem Fachbetrieb durchgeführt werden muss.

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